HALLE

Halle (Saale) ist eine Stadt in Mitteldeutschland. Mit etwa 239.000 Einwohnern ist sie die bevölkerungsreichste Stadt sowie eines von drei Oberzentren des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Sie hat den Status einer kreisfreien Stadt und ist gleichzeitig Sitz des Saalkreises. Außerdem ist Halle Bestandteil der „Metropolregion Sachsendreieck“. Nächstgrößere Städte sind Leipzig, etwa 30 km südöstlich, Dresden, etwa 130 km südöstlich und Berlin, etwa 150 km nordöstlich.
Halle ist Sitz der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Leopoldina und zweier anderer Hochschulen (siehe Bildungseinrichtungen). Ferner ist Halle ein Eisenbahnknotenpunkt mit Rangierbahnhof und eingebunden in das S-Bahn-Netz Halle-Leipzig.
Zu DDR-Zeiten war Halle durch die umliegende Chemieindustrie geprägt. Seit der Wende konzentriert sich die Stadt auf technologieorientierte Branchen (Technologiepark weinberg campus), Lebensmittelindustrie (Halle ist Sitz der Halloren Schokoladenfabrik - der ältesten Schokoladenfabrik Deutschlands - und des Backwaren-Herstellers Kathi) sowie gewerbliche Wirtschaft.
Die Einwohnerzahl der Stadt Halle (Saale) überschritt 1890 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Westlich der Saale entstand in den 1960er Jahren die Wohnvorstadt Halle-Neustadt, die damals sogar als eigenständiger Stadtkreis geführt wurde, jedoch noch vor der Wiedervereinigung Deutschlands wieder mit Halle vereinigt wurde. Dadurch hatte die Stadt Halle 316.000 Einwohner. Bis zum Ende des ersten Quartals 2004 ging die Einwohnerzahl durch zahlreiche Wegzüge um etwa 78.500 zurück. Dabei fiel diese Zahl nur deshalb nicht noch größer aus, weil zeitgleich etwa 95.000 Menschen in die Stadt zogen.